2 Einfache Schritte zu mehr innerer Ruhe

Kennst du das: Deine Gedanken springen wild hin und her, und du bist erfüllt von Unruhe? Heute möchte ich mit dir darüber sprechen, wie du einen ruhigen und ausgeglichenen Geist erlangst.

flamm innere Ruhe Steine

Die Gedanken des Affen

Zu oft passiert es, dass unsere Gedanken wild hin und her springen. Von einem Gedanken zum nächsten. Wer kennt das nicht?

Du hast zig Dinge zu erledigen, und die Gedanken stürmen in deinem Kopf. Einkaufen gehen, einen Brief schreiben, einen Anruf tätigen, dorthin fahren, das machen, und dann ist dann noch das.

Unsere Gedanken sind in der Zukunft. Oder bei den Verletzungen der Vergangenheit. Aber nie im Jetzt.

Die Gedanken sind wie ein wilder Sturm der tobt. Je mehr im Außen zu erledigen ist, desto mehr Gedanken toben im Kopf herum.

Wie schön wäre es, auch in hektischen Situationen einen kühlen und ausgeglichenen Kopf zu bewahren?

Im Buddhismus nennt man so einen unruhigen Geist auch Monkey Mind, weil die Gedanken herumlaufen wie ein wilder Affe. Es ist nun unser Ziel, diesen Affen einzufangen und zu bändigen.

Ein ruhiger Geist in 2 Schritten

Ein ruhiger ausgeglichener Geist führt zu innerem Glück und Freude. Glück ist sozusagen der Grundzustand unseres Seins. Denke an ein Kind. Wenn ein kleines Kind spielt, ist es vollkommen im Jetzt. Da denkt es nicht an das Morgen Es spielt jetzt, es ist jetzt glücklich.

Dieses Kind kann also das, was du nicht kannst. Wie toll und fortschrittlich sind wir doch. Wir lernen und lernen und lernen. Und so verlernen wir die Dinge, die wir schon als Kind konnten. Es ist einfach traurig.

Jetzt lade ich dazu ein, im Geiste wieder ein Kind zu werden.
Ich lade dich ein, im Jetzt zu sein, und einen ruhigen und ausgeglichenen Geist zu haben.
Doch wie machen wir das?

Dafür gibt es zwei einfache Schritte
1. Einen Filter für unsere Wahrnehmung entwickeln, sodass nicht dauernd neue Gedanken in unseren Geist kommen.
2. Die Gedanken, die schon in unserem Geist sind, zähmen, beruhigen und ordnen.

Dazu gibt es ein schönes Bild: Ein schmutziges Glas Wasser. Und wie bekomme ich ein schmutziges Glas Wasser sauber?
Erstens muss ich dafür sorgen, dass kein neuer Schmutz ins Glas kommt.
Zweitens muss ich das Wasser im Glas vom Schmutz säubern.

Unser Ziel ist also, im Glas sauberes Wasser zu haben.

Das Glas ist unser Geist, und das Wasser sind unsere Gedanken.

flamm innere Ruhe Glas

Wie wenden wir diese zwei Schritte nun an?

1. Selektiere deine Informationen

Ich möchte mich heute fokussieren auf den ersten der beiden Punkte: den Filter um unseren Geist.

Je mehr Information wir unserem Geist zuführen, desto mehr Informationen hat unser Geist zum Verarbeiten, das scheint klar. Je mehr Schmutz wir ins Wasserglas hineinlassen, desto dreckiger wird es.

Aber je weniger Schmutz ins Glas kommt, desto sauberer ist es. Je weniger Inputs in unseren Geist kommen, desto einfacher wird es ihn zu zügeln. Das scheint einleuchtend zu sein.

Deswegen stellen wir uns nun die Frage, wie regeln wir, was in unseren Geist hineinkommt?

Das können wir bewusst steuern, indem wir bewusst die Information selektieren, die wir aufnehmen. Mein Vorschlag ist zuerst darüber nachzudenken, welche Informationen wichtig sind, und dann eine gezielte Informationsdiät zu starten.

Ein paar Tipps dazu:

Das Handy auf lautlos stellen, und nur zu gewissen (vorher festgelegten) Zeiten darauf schauen. Ein Anruf hier, eine SMS da, ein Tweet von dort, ein Snap von hinten, eine ganz unerwartete Messenger Nachricht aus dem Hinterhalt. Es ist doch verrückt.
Mein Handy liegt immer weit ab und wohlbehütet von mir. Mein Freunde wissen, wie schwer es ist, mich am Telefon zu erreichen. Aber ich rufe immer zurück. Schwer ist es nur mit anderen Personen, die ebenso Handy avers sind wie ich. Gottseidank gibt es da noch die alten irl Treffen (=in real life). Ich bin halt oldschool.

Dauernd und überall erreichbar zu sein ist Gift für unsere innere Ruhe und Zucker für den Affen in unserem Kopf.

E Mails nur zu bestimmten Zeiten abrufen. Privat so wie auch im Beruf. Auch hier wieder, ja es geht!

Keine Nachrichten lesen. Einige von euch werden jetzt sagen, Christoph, hast du zu viel meditiert, bist du verrückt? Nein, ich meine es ernst. Ich lade dich zu einem kleinen Experiment ein. Welche Nachrichten der letzten Zeit haben dein Leben wirklich stark und nachhaltig beeinflusst. Denke mal darüber nach. Mir selbst fällt da nichts ein. Ich persönlich frage immer meine Freundin, was so in der Welt passiert.
Früher war ich sehr oft auf orf.at. Immer nur ganz kurz, nur die wichtigsten Nachrichten. Und es ist sehr schwer davon wegzukommen. Es ist fast so, als wäre ich süchtig nach Informationen. Ich hatte irgendwie Angst etwas zu versäumen. Ich hatte Angst Informationen nicht zu haben, die meine Freunde haben. Früher war es bestimmt wichtig zu wissen, wo sich der nächste Säbelzahntiger herumtreibt. Das war von essentieller Notwendigkeit. Aber in der heutigen Zeit ist der neueste Tweet vom amerikanischen Präsidenten unwichtig, der hat allenfalls Unterhaltungswert. Und mir ist es ziemlich egal was Kim Kardashian auf der letzten Gala getragen hat.
Das alte Sprichwort: „Was ist nicht weiß, macht mich nicht heiß“ stimmt vollkommen.

Kein Fernsehen.

Viele werden diese Ideen als zu radikal ansehen, diesen Personen empfehle ich die 4 Stunden Woche von Timothy Ferris zu lesen. Das ist radikal.

Was ich mit all diesen Worten sagen möchte: Wir können selbst bestimmen, welche Informationen in uns hineinkommen. Und das ist etwas sehr Mächtiges.

Viele Personen stopfen Informationen in sich hinein, als würden sie all you can eat bei McDonalds essen. Da ist es schon ganz verständlich, dass das zu geistigem Bauchweh und einem total unruhigen Geist führt.

Du bist der Wächter über das, was in dich hineinkommt. Sei weise!
Sei geizig mit deiner Aufmerksamkeit, und schenke sie nur Dingen, die wirklich wichtig sind.

Jeder, der einen unruhigen Geist hat, hat in seinem bisherigen Leben Handlungen gesetzt, die zu diesem unruhigen Geist geführt haben. Und dafür müssen wir Verantwortung übernehmen, und die Informationen, die wir in unseren Geist lassen, gezielt filtern.

2. Beruhige deinen Geist

Der zweite Punkt, die Gedanken in unserem Geist zu beruhigen, ist auch sehr wichtig.
Je restriktiver unser Schild aus dem vorherigen Punkt ist, desto einfacher wird es werden, die Gedanken zu zähmen.

Wieder kommt hier die vielgelobte Achtsamkeit zum Einsatz: Beobachte deine Gedanken, ohne sie zu bewerten. Nach einiger Zeit werden sich deine Gedanken dann auflösen oder weiterziehen.

flamm innere Ruhe

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, das muss aber trainiert werden. Durch das Trainieren der Achtsamkeit werden sich deine Gedanken beruhigen. Es wird sich ein Trainingseffekt einstellen.
Wenn du ins Fitnessstudio gehst, wirst du nach ein paar Wochen schlanker werden. Genauso ist es mit der Achtsamkeit. Je länger du trainierst, desto ruhiger werden deine Gedanken werden.
Und genauso wie im Fitnessstudio wird das nicht nach dem ersten Training funktionieren. Lass dich also nicht entmutigen, wenn es nicht sofort klappt deine Gedanken zu beruhigen.

Die Themen Achtsamkeit und Meditation werden uns hier in diesem Blog noch sehr oft begegnen. Ich werde noch viele Wege beschreiben, den Geist zu beruhigen.

Zähme deinen Affen

Wie immer möchte ich dich ermutigen, meine Worte selbst zu erleben. Versuche deinen Geist zu zügeln. Versuche weniger und gezielt Informationen zu dir zu nehmen. Am Anfang ist es schwierig, aber es wird leichter werden.

Es ist eins, wenn ich diese Dinge erzähle, aber etwas ganz anderes, wenn du diese Dinge erlebst. Ich lade dich ein, Alles was ich sage anzuzweifeln. Ich lade dich ein, Alles was ich sage, selbst zu erleben. Das selbst Erleben meiner Worte wird dir vollkommen neue Facetten zeigen, und du wirst sehen, was ich wirklich gemeint habe.

Mein Ziel ist es, dass du selbst zu denken beginnst. Du sollst nicht stur meinen Worten folgen. Vielleicht rede ich ja nur Blödsinn.

Mein Ziel ist es, dass du zu handeln beginnst. Dass du diese Dinge erlebst. Nur dann wirst du dich entwickeln. Nur dann wirst du innerer Ruhe und Glück finden.

Du bist ein wundervoller Mensch, und du kannst das schaffen!

Viel Spaß bei der Informationsdiät.

 

Danke fürs Lesen,
Christoph

PS.:
Hast du vielleicht meinen Post über den Zen Meister und die Tasse gelesen. Dort geht es nicht nur darum das Wasser zu reinigen, sonden gleich ganz auszuleeren.

Hast du die Informationsdiät schon ausprobiert? Wie erfolgreich warst du beim Zähmen deines Affen? Ich würde mich freuen von deinen Erkenntnissen und Erlebnissen in den Kommentaren zu lesen.

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