Äußerer Frieden und Innerer Frieden

Weihnachten rückt näher, und ich möchte mich mit besinnlichen Themen auseinandersetzen. Heute geht es um Frieden. Den Frieden im Außen und den Frieden im Innen. Das liefert eine sehr befreiende Einsicht.

Was sagt der Dalai Lama?

Ich habe bis jetzt erst zwei Bücher vom Dalai Lama gelesen, aber beide Bücher haben mich sehr bewegt. Zwei Punkte daraus haben sich mir besonders eingeprägt.

Zum einen war das der positive Egoismus, den ich schon in diesem Post beschrieben habe.

Und zum anderen waren das die Ansichten des Dalai Lama zum Weltfrieden. Genauer gesagt, wie wir den Weltfrieden erreichen können.
Nach Ansicht des Dalai Lama ist der Weltfrieden nur möglich, wenn jeder einzelne Mensch Frieden in seinem Herzen trägt. Jeder Mensch ist für sich selbst und seinen eigenen Frieden verantwortlich.
Und nur dann, wenn sich jeder Mensch um seinen eigenen Frieden kümmert, dann wird der Frieden der gesamten Welt in greifbare Nähe rücken.

In diesem Zusammenhang wird oft der sehr aussagekräftige Vergleich gezogen:
Jeder Mensch soll vor seiner eigenen Türe kehren, dann wird die gesamte Welt ein sauberer Ort werden.

Diese Sätze haben mich damals sehr bewegt, und sie tun es noch immer.
Ich bin ein großer Anhänger dieser Sichtweise, deswegen möchte ich im heutigen Post über diese Sätze nachdenken.

 

Frieden im Außen

Weltfrieden ist ein sehr großes Wort, und es ist kaum greifbar. Ich lebe in einem Land, das 70 Jahre keinen Krieg mehr erlebt hat, und ich kann mir nicht vorstellen, wie das wäre. Erst seit Kurzem spürt man in Österreich wieder Auswirkungen von Krieg, und zwar durch die Flüchtlinge aus Syrien und anderen Gebieten.

Weil Krieg und Weltfrieden sehr abstrakte Begriffe sind, die für einen Mitteleuropäer schwer greifbar sind, möchte ich zurückgehen zu einem einfacheren Begriff: Frieden im Außen. Was meine ich damit?
Blicke dich um. Tragen die Leute rund um dich inneren Frieden in sich. Sind die Leute rund um dich ruhig und gelassen. Oder tragen die meisten Leute um dich Unruhe in ihrem Herzen.
Wirf einen Blick in die Zeitungen: Wird dort von Leuten berichtet, die tiefen Frieden in sich tragen. Wird dort von Leuten berichtet, die Ruhe und Freude in sich tragen.
Die Antwort ist einfach, die meisten Leute tragen keinen inneren Frieden in sich. Sie sind unruhig und getrieben.
Mit Frieden im Außen meine ich ganz einfach, ob die Leute rund um dich Frieden in ihrem Herzen tragen, und „zu-frieden“ mit ihrem Leben sind.

In meinem Empfinden tragen sehr wenig Leute Frieden in ihrem Herzen. Obwohl es keine kriegerischen Handlungen in Österreich gibt, gibt es doch wenig Frieden im Außen.

Dieser Frieden im Außen ist deswegen so wichtig, weil er meistens den inneren Frieden stark beeinflusst.
Der innere Frieden ist ein einfach erklärt. Der innere Frieden setzt sich zusammen aus deinem Glück, deiner inneren Ruhe, deiner Gelassenheit und deinem „Zu-frieden-sein“.

Das heißt ganz einfach ausgedrückt: Wenn viele böse Dinge passieren, und sich die Leute rund um uns unwohl fühlen, dann beginnen wir selbst uns unruhig und unwohl zu fühlen. Du hast das sicher schon erlebt. Wenn du in den Nachrichten nur schlechte Schlagzeilen liest, bekommst du ein mulmiges Gefühl.

Das Ziel ist der Friede im Innen

Denke mal kurz über diesen Punkt nach. Die Geschehnisse rund um uns, und das Verhalten (und der innere Frieden) der Leute rund um uns beeinflussen uns sehr stark.
Was musst du also tun, damit du innerlich glücklich, ruhig und zufrieden werden willst?

Ganz genau, du hast es wahrscheinlich erraten. Der erste Schritt, ist den Einfluss von außen zu verringern, und der zweite Schritte ist den Frieden in uns selbst zu stärken.

Das Ziel ist also der Frieden in uns selbst. Dadurch werden wir glücklich, ruhig und innerlich zufrieden.
Und durch diesen Frieden in uns selbst werden wir auch die Leute in unserem Umfeld positiv beeinflussen. Aber es beginnt in uns selbst.

Das ist das was, der Dalai Lama gemeint hat. Um den Weltfrieden zu erreichen, muss jeder den Frieden in sich selbst tragen.
Um den Frieden im Außen zu erreichen, musst du zuerst den Frieden in dir selbst tragen.

Was bringt dir diese Erkenntnis?

Diese Erkenntnis bringt etwas irrsinnig Befreiendes mit sich.
Du musst dich nur um dich selbst kümmern.

Du trägst nicht die Verantwortung für deinen Partner, du trägst nicht die Verantwortung für deine Eltern, du trägst nicht die Verantwortung für deine Freunde.
Nein, du trägst nur die Verantwortung für dich selbst.

Das ist eine mächtige und befreiende Erkenntnis.
Ich selbst habe sehr lange gebraucht, um die wahre Tragweite dieser Worte zu erkennen. Früher wollte ich es vielen Leuten recht machen, und habe mich für viel Dinge verantwortlich gefühlt. Ich habe mich mit vielen Dingen belastet. Es war eine irrsinnige Befreiung, als ich erkannte, dass ich nur für mich selbst verantwortlich bin.

Ich kehre jetzt vor meiner eigenen Türe.

Flamm Frieden

Wege zu mehr innerem Frieden?

Natürlich wirst du jetzt fragen, wie erhältst du mehr inneren Frieden, beziehungsweise wie kannst du mehr an deiner inneren Ruhe arbeiten?
Das habe ich hier in diesem Artikel beschrieben.
Und auch die Geschichte über die die 3 Siebe des Sokrates bietet sehr viel Inspiration dazu.

Ich kehre vor meiner eigene Tür

Ich finde die Aussagen über den Weltfrieden vom Dalai Lama wunderbar. Jeder soll vor seiner eigenen Tür kehren, dann wird die Welt ein sauberer Ort. Das heißt, wir sollen an unserem eigenen inneren Frieden arbeiten, damit die gesamte Welt friedlicher wird.

Dabei besteht eine kleine Gefahr. Ich möchte das wieder mit den Worten der Metapher auszudrücken.
Wenn wir selbst vor unserer Tür kehren, und der Boden langsam sauberer wird, blicken wir sehr gern zu unserem Nachbarn, dessen Boden natürlich viel schmutziger ist als der unsere. Und dann fühlen wir uns dazu hingerissen, unserem Nachbarn zu sagen, er solle doch bitte ein bisschen mehr kehren.

Das heißt, wenn wir selbst an uns arbeiten, an unserem Glück, an unserem Frieden, dann glauben wir von uns, dass wir klüger, erleuchteter und weiser als die Anderen sind. Wir glauben zu wissen, was gut für die Anderen wäre, und manchmal lassen wir uns dazu hinreißen, das den Anderen auch zu sagen.

In diesen Momenten sollten wir ganz einfach in uns gehen, nichts sagen, lächeln, und dankbar sein dafür, dass wir nur vor unserer eigenen Tür kehren müssen.
Ruhe, Glück und Zufriedenheit selbst zu erlangen, und für dich selbst zu bewahren (!), ist schon schwierig und herausfordernd. Gottseidank ist es nicht unsere Aufgabe, uns auch noch um unseren Nachbarn zu kümmern 😉

Dankbarkeit

Neben all diesen Gedanken über unseren inneren Frieden, und den Frieden im Außen, sollten wir uns kurz die Zeit nehmen, dankbar zu sein. Dankbar zu sein dafür, dass es wirklich physischen Frieden gibt dort wo wir wohnen.
Wir nehmen das was wir haben, so schnell als normal und gegeben hin, aber das ist es nicht.

Nimm dir für ein paar Minuten Zeit, und sei dankbar für den Frieden, der in deinem Land herrscht.

Zusammenfassung

Wenn du deinen Beitrag zum Weltfrieden leisten willst, dann arbeite an deinem eigenen inneren Frieden. Es ist nicht erforderlich, dass du dich um andere kümmerst, oder andere belehrst.

Um deinen Beitrag zum Frieden auf dieser Welt zu leisten, arbeite nur an deinem eigenen inneren Frieden. Es ist befreiend zu wissen, dass das genug ist.

 

Ich hoffe, ich habe dir ein paar gute Ideen und Anregungen geliefert.

Ich wünsche dir viel inneren und äußeren Frieden im Advent.

 

Danke fürs Lesen,
Christoph

 

PS.:
Was sagst du zu diesem Thema? Ich würde mich freuen, deine Meinung in den Kommentaren zu lesen.

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2 Kommentare zu “Äußerer Frieden und Innerer Frieden
  1. Tine sagt:

    Hallo Christoph,
    zuerst einmal möchte ich mich bedanken, dass du uns an deinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben lässt.
    Ich bin auch jemand, der davon überzeugt ist, dass man viel verändern kann, wenn man an sich selbst arbeitet und so lebt und sich so verhält, wie man es sich auch von den anderen wünscht oder erwartet. Leider wird man dafür oft belächelt und als naiv abgestempelt. Doch ich werde weiterhin an meinem inneren Frieden arbeiten und dadurch vielleicht etwas Frieden von Außen für andere schaffen.

  2. Knackxus sagt:

    Hallo Christoph ein Problem ist, wie du schon sagtest dass wir alles für selbstverständlich halten.

    wie könnte man anderen deutlich machen, dass nicht alles selbstverständlich ist? Oder sollte man den menschen das selbst herausfinden lassen?

    extrem stört mich der Materialismus und das streben nach Anerkennung mit materiellem z.B. Marken Kleidung neustes Handy und so weiter, die Kleidung hält einen warm egal ob da ein marken Zeichen drauf ist oder nicht ,das neue Handy kann nichts relevant besser als das alte, nur die Kamera ist ein bisschen besser und eine neue Funktion die man nicht nötig hat z.B. Zeitlupenaufnahmen.
    Das ist sind verzweifelte versuche glück zu kaufen.

    wenn man einfach wenig brauchen würde wäre man auch viel glücklicher.
    mein Kleiderschrank ist eine Bananen Kiste, das reicht und war sogar umsonst.

    abgeben ist so wie so das beste.
    am besten wissen(wie in deinen Posts) oder benötigte materielle Sachen abgeben.

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