Der Wanderer

Heute habe ich eine wunderschöne Geschichte für dich. Eine inspirierende Geschichte über das Loslassen und das Abwerfen von Ballast. Der Wanderer.

Diese Geschichte ist sehr mächtig. Sie motiviert und inspiriert. Aber eines ist noch wichtiger, sie transformiert. Wenn du diese Geschichte liest, wird sie dich verändern.
Viel Spaß!

Flamm Der Wanderer 1

Inhaltsverzeichnis

Der Wanderer
Interpretation
Du bist dran

Der Wanderer

Im alten Persien ging einst ein Wanderer eine schier endlos lange Straße entlang. Der Wanderer blickte zum Horizont, doch das Ende der Straße war nicht zu sehen.

Und als der Wanderer so vor sich hin ging traf er einen Bauern. Dieser Bauer blickte ihn ganz überrascht an und sagte: „Mein lieber Wanderer, wieso tragt ihr einen so schweren Stein mit euch herum?“ Da blickte der Wanderer an sich hinunter und sah, dass er einen riesigen Stein mit sich trug. Sodann warf er diesen Stein weg und ging weiter seines Weges.

Der Weg war lang und beschwerlich. Einige Zeit später traf der Wanderer wiederum auf einen Bauern, der vom Feld nach Hause ging. Auch der zweite Bauer fragte: „Guten Tag mein lieber Wanderer. Wieso tragt ihr so schwere Eisengewichte an euren Händen?“ Als der Wanderer hinunterblickte, sah er, dass er an seinen Gelenken schwere Eisengewichte mit sich trug. Er entledigte sich dieser Gewichte und ging weiter.

Da er sich von dieser Last befreit hatte, ging er von diesem Punkt an befreiter. Aber je länger er weiter wanderte, desto gebückter ging er.

Und so begab es sich, dass der Wanderer einen dritten Bauern traf. Und wie die beiden zuvor fragte auch dieser Bauer: „Guten Tag mein lieber Wanderer. Wieso tragt ihr einen Wasserschlauch mit euch? Seht doch, neben dem Weg verläuft ein Fluss mit frischem klaren Wasser. Und was tragt ihr in eurem Rucksack, er sieht so schwer aus?“
Und wirklich neben dem Weg verlief ein Bach mit klarem Wasser, und der Wanderer öffnete seinen Trinkschlauch mit dem alten brackigen Wasser und vergoss es. Danach blickte er in seinen Rucksack und sah, dass er mit Steinen gefüllt war. Sodann leerte er seinen Rucksack aus.

Der Wanderer war glücklich, dass er diese Last abgelegt hatte. Freudig und erleichtert wollte er seinen Weg fortsetzen. Doch als er zwei Schritte getan hatte, blickte er nochmals an sich selbst hinunter und sah, dass er einen Mühlstein um seinen Hals trug.

Der Wanderer dachte sich: „Wieso trage ich nur all diese Lasten mit mir herum?“ Er lächelte, legte den Mühlstein sanft an den Wegesrand, und ging fröhlich und erleichtert seinen Weg weiter.

– frei nacherzählt aus Nossrat Peseschkian: Wenn du willst, was du noch nie gehabt hast, dann tu, was du noch nie getan hast

Interpretation

Flamm Der Wanderer 2

Wie immer frage ich gerne, was interpretierst du in diese Geschichte hinein?
Ich stelle diese Frage gerne, weil sie zum Denken einlädt. Es ist wichtig, die Leute zum Nachdenken anzuregen. Zu oft nehmen wir die Meinung anderer als unserer eigene an. Nur wer selbst nachdenkt, kann wahrhaft glücklich werden.
Deswegen frage ich, was interpretiert du in diese Geschichte?

Oder aber ich frage einfach, kannst du dich mit dem Wanderer identifizieren?
Kannst du mit dem Wanderer mitfühlen?

Vielleicht hast du während dieser Geschichte eine Last gespürt. Das geht vielen Personen so, wenn sie diese Geschichte zum ersten Mal hören. Mir ging es genauso.

Diese Geschichte zeigt uns auf, dass wir alle, jeder einzelne von uns, sehr viel unnötigen Ballast mit und herumschleppen. Wir tragen so viel Müll mit uns herum, und wir sehen es nicht einmal. Zu oft erkennen wir die schwere Last, die wir tragen, selbst nicht.

Durch die Hilfe von außen erkennen wir, welchen unnötigen Ballast wir mit uns herumschleppen. Und dann können wir uns von diesen Dingen befreien. Wir können Stück für Stück, die Dinge, die uns belasten, abwerfen. Und mit jedem Mal wird uns leichter.

Und wenn wir dieses Loslassen und Abwerfen üben, dann lernen wir auch selbst zu erkennen, was uns belastet.

Am Ende können wir den Weg unseres Lebens unbeschwert und glücklich fortsetzen.

Du bist dran

Ich möchte ehrlich gesagt nicht ausführlicher über die Interpretation der Geschichte schreiben. Über den Prozess des Loslassens und besonders über den Punkt Hilfe von außen anzunehmen könnte ich noch sehr viel schreiben, aber ich möchte, dass du selbst beginnst zu denken.

Lies diese Geschichte noch einmal, setz dich hin, und meditiere über diese Geschichte.
Was sagt sie dir?
Was sagt sie dir ganz persönlich?

 

Ein inniges und von Herzen kommendes Danke fürs Lesen,
Christoph

 

PS.:
Wie interpretierst du diese Geschichte? Ich würde mich freuen, deine Meinung in den Kommentaren zu lesen.

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