Wichtige Erkenntnisse der Selbstliebe Meditation

Derzeit bin ich mitten in meiner Selbstliebe Challenge, und ich habe schon sehr viel dadurch gelernt. Heute möchte ich dich an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Falls du Meditation lernen willst (egal welche), dann können dir diese Erfahrungen sehr helfen.

Flamm Erkenntnisse Selbstliebe

Inhaltsverzeichnis

Sei achtsam
Überheblichkeit – Vergiss was du glaubst
Vertrau dir selbst
Annehmen – Wie du aus Scheiße Gold machst
Jenseits der Worte
Du bist dran

Sei achtsam

Die erste und wichtigste Erkenntnis ist: Sei achtsam. Achtsamkeit ist Aufmerksamkeit ohne zu bewerten.
Jede Meditationstechnik ist anders, und wirkt anders. Und auch jeder Tag, an dem du dich zur Meditation hinsetzt ist anders. Um zu verstehen was wirklich in dir passiert, ist es wichtig, dass du in dich hineinschaust, hineinhörst und hineinfühlst. Nimm diese Eindrücke in dich auf, ohne sie zu bewerten.

Wir versuchen oft Dinge zu rationalisieren und logisch zu erklären. Doch gerade bei Meditation ist die praktische Erfahrung wichtig. Das Erleben wird dir ein viel tieferes Verständnis bringen als logische Schlussfolgerungen. Und um wirklich zu erleben, ist die Achtsamkeit erforderlich.

Versuche also aufmerksam zu sein auf deine Erlebnisse, ohne sie zu bewerten.

Ich weise auf diesen Punkt hin, weil ich selbst sehr oft meine Achtsamkeit fallenlasse.
Ich kritisiere mich sehr oft selbst beim Meditieren. „Sitz gerader. Wieso bist du so faul. Gerade du solltest es besser wissen“, solche und ähnlich Sätze gehen mir sehr oft durch den Kopf. Ich verstoße also gegen das nicht bewerten. Aufmerksam bin ich sehr, aber ich bewerte mich selbst sehr oft, was gegen die Idee der Achtsamkeit läuft.

Lerne aus meinen Fehlern, und bewerte dich nicht selbst. Sei achtsam. Sei aufmerksam ohne zu bewerten.

Überheblichkeit – Vergiss was du glaubst

Dieser zweite Punkt schließt nahtlos an den ersten an.
Ich habe beim Meditieren bemerkt, dass ich sehr oft glaube, Dinge zu wissen und zu verstehen, die ich noch nicht verstanden habe. Ich schränke mich also selbst ein. Durch Annahmen und Glaubenssätze schränke ich mich also selbst ein in den Möglichkeiten des Erlebens in der Meditation.

Ich bin schlichtweg überheblich. Manchmal glaube ich, diese Meditation sollte so sein, und ich sollte genau das erleben. Aber dadurch verschließe ich mich vor dem Erleben. Mein Wissen ist mir in gewisser hinderlich.

Dieses Phänomen tritt oft auf, besonders wenn du schon Meditationserfahrung hast. Am Anfang, ohne Vorerfahrung, bist du viel offener für das was kommt.
Wenn du schon Erfahrungen gemacht hast (bei Meditieren), dann glaubst du, dass sich diese Erfahrungen wiederholen werden. Du arbeitest also wieder in Richtung dieser alten Erfahrungen, und verschließt dich dadurch für Neues.
Es passiert auch sehr oft, dass du enttäuscht wirst, wenn sich vorangegangene Erfahrungen nicht wiederholen.

Verwirf also dein Wissen, und erlebe jede Meditation neu.

Vertrau dir selbst

Bei der Anleitung der Selbstliebe Meditation habe ich verschiedene Punkte geschrieben. Zum Beispiel das Sitzen, und die zu wiederholdenden Verse.

Nachdem ich die Meditation einige Male durchgeführt habe, habe ich einige Veränderungen für mich persönlich durchgeführt.

  • Ich führe die Meditation im Liegen durch
  • Ich wiederhole nur die Zeile:

Möge ich voll sein von Liebe, Freude und Güte

  • Statt den 4*15min mache ich 3*20 min

Diese Änderungen habe ich vorgenommen, weil sie sich natürlich und richtig angefühlt haben. Beim Meditieren habe ich gelernt, mir selbst zu vertrauen.
Durch meine Achtsamkeit habe ich erlebt, dass meine Änderungen das Ziel der Meditation (das ist die Kultivierung von Selbstliebe) sehr viel mehr unterstützen als die ursprüngliche Anleitung.

Osho weist in seinen Lehren auch immer wieder darauf hin, dass man sich nicht auf alte Schriften und Lehren versteifen soll. Falls erforderlich musst du die alten Schriften hinter dir lassen.

Höre nicht auf die Schriften, höre auf dein Herz.

Flamm Schriften Herz Selbstliebe

Nachdem du also achtsam warst, und dein Wissen hinter dir gelassen hast, kannst du eigene Wege erkunden. Vertrau dir selbst und höre auf deine Intuition.

 


* Ich möchte hier noch ein Wort der Achtung hinzufügen. Ich sage hier nicht: Ändere jede Meditationsübung so lange ab, bis sie dir gefällt, denn das wäre falsch.
Das Ziel der Selbstliebe Meditation ist die Kultivierung von Selbstliebe, und meine Änderungen dienen genau diesem Ziel, als Nebeneffekt wird die Übung dadurch angenehmer. Falls du bei klassischer Vipassana Meditation danach trachtest niemals Schmerzen beim Sitzen zu erleben, dann wirst du einige sehr essentielle Lektionen verpassen.

Annehmen – Wie du aus Scheiße Gold machst

Wenn du Meditation ernsthaft betreibst, dann wirst du Erkenntnisse erfahren. Die Dinge, die sich dir dabei auftun, können sehr divers und vor Allem unerwartet sein.
Es kann leider manchmal passieren, dass sich nicht Ruhe und Entspannung einstellen, sondern dass unschöne Dinge in dir hochkommen, wie zum Beispiel Selbstzweifel oder Selbstkritik. Es ist ein sehr schwieriger Schritt beim Meditieren lernen, auch diese Dinge anzunehmen, und sie nicht zu verdammen, denn auch diese unschönen Dinge haben einen Grund.
Mit diesen unschönen Dingen und Gefühlen solltest du gleichmütig umgehen. Lass sie sein und versuche nicht gegen sie anzukämpfen. Nimm sie an, denn sie sind ein Teil von dir. Der Umgang mit diesen unschönen Erkenntnissen/Gefühlen/Erinnerungen ist nicht leicht, doch genau dadurch wirst du sehr viel über dich selbst lernen, und einen großen Schritt in Richtung innerer Ruhe (Selbstliebe) machen.

Bei meiner fortschreitenden Praxis der Selbstliebe Meditation hat sich mein innerer Kritiker unerwartet zu Wort gemeldet. Er sagte mir, dass ich nicht liebenswert sei, und dass ich kein Recht habe, mich selbst zu lieben. Das waren ziemlich gemeine und verletzende Aussagen.
Mir sind sofort viele verschiedene Gedanken und Antworten gekommen: „Natürlich bin ich liebenswert! Bin ich liebenswert? Welcher Teil von mir findet mich nicht liebenswert. Ich muss mich mit mir selbst aussöhnen.“ Diese und noch viele Gedanken kamen mir sofort in den Sinn, und lenkten mich ab.
Nach ein paar tiefen Atemzügen fokussierte ich mich wieder. Ich dankte meinem inneren Kritiker für den Input, bat ihn das nächste Mal konstruktiver zu sein und lächelte ihm zu. Dann machte ich mit der Meditation weiter.

Ich habe nach der Meditation noch sehr viel über diese Worte nachgedacht, und ich musste mir eingestehen, dass ich mit einigen Teilen meiner selbst nicht zufrieden bin. Leider liebe ich mich selbst nicht so sehr, wie ich es gerne hätte. Das anzunehmen war schwierig für mich.
Als ich diese Erkenntnis hatte, musste ich lachen, denn in der Selbstliebe Meditation geht es ja genau darum: Sich selbst mehr lieb zu haben.

Durch das Annehmen von unangenehmen und unschönen Dingen kannst du sehr viel über dich selbst lernen.

Jenseits der Worte

Früher war ich kein Fan von Meditationstechniken, bei denen Worte immer und immer wieder wiederholt werden. Bei meiner Ausbildung zum Meditationslehrer habe ich aber einige sehr schöne Mantras kennengelernt. Bei einem Mantra werden ja einige Worte und Silben oft wiederholt.

Und das gleiche machst du ja bei der Selbstliebe Meditation. Da wiederholst du die Worte:

Möge ich voll sein von Liebe, Freude und Güte

Beim (sehr sehr) oftmaligen Wiederholen von Worten verlieren diese Worte ihre Bedeutung. Wenn du diese Worte immer wieder und wieder wiederholst, werden sie zu Hülsen.
Deswegen ist es wichtig, sich bei der Selbstliebe Meditation neben dem Wiederholen der Worte auch auf das Gefühl der Selbstliebe zu konzentrieren. Nachdem die Worte ihre Bedeutung verloren haben, wird das Gefühl der Selbstliebe bestehen bleiben.

Ich bin sehr erschrocken, als das bei mir zum ersten Mal passiert ist, aber nach wiederholter Praxis wird es ganz normal für dich werden.

Selbstliebe – Du bist dran

Falls du noch in die Selbstliebe Challenge einsteigen möchtest, hier ist der Link dazu.

Ich hoffe meine Erkenntnisse konnten dir auf deinem Weg helfen. Diese Erkenntnisse habe ich durch die Selbstliebe Meditation gewonnen, aber sie können auch auf andere Meditationstechniken angewendet werden.

Und vergiss nicht, bei Meditieren gilt:
Freude erfährst du durch das tun, und nicht durch das darüber reden.

Flamm Selbstliebe Freude Tun

 

Danke, dass ich ein Stück deines Weges mit dir gehen durfte,
Christoph

 

PS.:
Hast du auch Erfahrungen mit der Selbstliebe Meditation gemacht? Ich würde mich freuen davon in den Kommentaren zu lesen.

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