Freiheit zu tun, was du wirklich willst

Wenn du diese Zeilen liest, lebst du wahrscheinlich in einem freien Land. Aber bist du wirklich frei, und kannst tun und lassen, was du wirklich willst?

So viele Dinge halten uns von unserer wahren Größe ab. Ich lade dich ein, mit mir darüber nachzudenken, was dich einschränkt, und wie du mehr Freiheit in deinem Leben bekommst.

Meine Gedanken sind nicht frei

Es begann vor drei Jahren mit einem heftigen Streit mit meiner Freundin. Ich weiß das noch sehr genau, weil dieses Erlebnis hat mich sehr stark verändert.

In Situationen wo wir unter großer Anspannung stehen, und wo alles falsch läuft, was falsch laufen kann, können wir am meisten über uns selbst lernen. Und so war es auch damals.

Ich habe mit meiner Freundin gestritten über irgendwas Unwichtiges (was ich damals sicher als wichtig ansah), und da passierte es.

In einer unbewussten Handlung warf ich meiner Freundin einen Satz an den Kopf, den meine Mutter meinem Vater 25 Jahre zuvor an den Kopf geworfen hatte.

Und sowie dieser Satz meine Lippen verließ, dachte ich, oh mein Gott, das war ein Satz meiner Mutter. Wieso habe ich einen Satz verwendet, der von meiner Mutter kommt?

Ich weiß von diesem Tag nichts mehr, außer diesen Satz. Was war also passiert?

Ich wurde mir an diesem Tag bewusst, dass meine Gedanken nicht so frei sind, wie ich es gerne hätte.

Die Freiheit der Gedanken

Osho spricht in seinem Buch Freiheit (Der Mut, Du selbst zu sein) über drei Arten von Freiheit:

  • Physische Freiheit,
  • Psychische Freiheit, und
  • Spirituelle Freiheit.

In diesem heutigen Artikel möchte ich über die psychische Freiheit sprechen, also die Freiheit der Gedanken.

Sind wir wirklich frei zu denken was wir wollen?

Ich sage Nein.

Flamm Freiheit

Unsere Konditionierung

Von Früh an werden wir von unseren Eltern konditioniert. Wenn wir geboren werden, sind wir abhängig von unseren Eltern. Sie versorgen uns mit Allem: Nahrung, Zuwendung, Informationen.

Wir lernen schon sehr früh, wenn wir uns brav verhalten, bekommen wir mehr Zuwendung. Unsere Eltern leben uns vor, wie wir sein sollen. Wir sollen brav sein, strebsam und ehrgeizig, und wir sollen dem Ideal der Gesellschaft folgen.

Unsere Eltern tun das aber aus bestem Wissen und Gewissen, weil sie nur das Beste für uns wollen. Sie leben und machen das, was sie von ihren eigenen Eltern gelernt haben.

Ich dachte von mir selbst, sehr selbstreflektiert und achtsam zu sein, aber es hat mich wirklich erschreckt, wieviele Verhaltensweisen ich von meinen Eltern übernommen habe.

Und das ist bei allen Personen so. Wie sollte es auch anders sein? Unsere Eltern sind die, die uns am stärksten prägen. Uns wird beigebracht brav in die Gesellschaft zu passen Wir sollen brav sein, und das tun, was alle anderen auch tun.
Unsere Eltern wollen uns so erziehen, wie sie selbst vermeintlich gerne gewesen wären.

Ist Alles von dieser Erziehung schlecht? Nein, natürlich nicht. Aber bei den größten Teilen werden Unbewusstheit, Fehler sowie auch Leid und Schmerzen weitergegeben.

Es wird nicht gesagt, lerne selbst zu denken, sondern denke diese und diese Gedanken, weil diese Gedanken denke ich auch. Verhalte dich so und so, denn so verhalte ich mich auch.

Aber den Eltern kann man keine Vorwürfe machen. Wie soll man Bewusstheit weitergeben, wenn man sie selbst nicht kennt. Das geht doch gar nicht.

Und diese Konditionierung geht dann natürlich weiter bei den Freunden und der Gesellschaft.

Wenn du Lob und Anerkennung von der Gesellschaft willst, dann musst du Ehrgeiz zeigen, und Leistung erbringen. Je mehr Leistung desto mehr Anerkennung.

Dir wird beigebracht, wie du sein sollst, und was du zu denken hast. Selbst denken ist nicht erwünscht.

Früher habe ich viel gearbeitet, und dabei habe ich mich mies gefühlt. Ich dachte, wenn ich mehr und härter arbeiten würde, dann würde ich mich bestimmt besser fühlen. Aber rate mal, es wurde sogar noch schlechter.

Es ist doch verrückt. Sieh dich mal links und rechts von dir um. Wieviel Menschen glaubst du leben wirklich das Leben, das sie leben möchten? Wieviele Menschen führen ein Leben, das von außen vorgegeben ist? Wieviele Menschen würden gerne was anderes in ihrem Leben tun, aber haben Angst vor den Konsequenzen der Gesellschaft. Oh mein Gott, wenn ich XY mache, was würden dann meine Freunde über mich sagen.

Du bist viel mehr

Sei achtsam was von dir selbst kommt.

Du bist nicht dein I-Phone. Du bist nicht dein Auto. Du bist nicht der Job, den du machst. Du bist nicht deine Gedanken. Du bist nicht das, was die anderen über dich denken.

Du bist viel mehr. Du bist wundervoll. Du bist unendlich.

Die Gesellschaft und alle Leute rund um dich sagen, du bist klein, du bist unbedeutend. Arbeite brav bis zu deiner Pensionierung, dann kannst du dein Leben genießen. Aber das wird nicht funktionieren.

Wie du Freiheit erlangst

Wenn du wirkliche Freiheit möchtest, dann musst du anfangen Verantwortung zu übernehmen. Wenn du Freiheit von den Konditionierungen von außen möchtest, musst du Verantwortung für dich selbst, Verantwortung für deine Gedanken und Verantwortung für dein Handeln übernehmen.

Verantwortung übernehmen heißt nachzudenken, was denke ich, was will ich und was brauche ich? Was kommt von außen und was kommt von innen?

Wie schön und einfach wäre es, keine Verantwortung zu übernehmen. Im Leben einfach vor sich hin zu driften, und keine Entscheidungen zu treffen. Aber das wird dich zu Trauer und Leid führen. Wie viele Leute driften unbewusst und unbeschwert durch das Leben, weil sie jegliche Verantwortung abgegeben haben. Aber irgendwann wird diese Illusion zerplatzen.

Wenn etwas in deinem Leben nicht so läuft, wie du es möchtest, dann musst du Verantwortung übernehmen.

Der erste Schritt zu Veränderung ist immer Achtsamkeit. Was läuft da gerade falsch? Wieso fühle ich mich nicht so gut? Was passiert da gerade in mir? Und nach deiner ersten Analyse liegt es an dir Handlungen zu setzen.

Vielleicht erkennst du, eigentlich tue ich manche Dinge nur für die Gesellschaft, und nicht für mich.

Es war für mich selbst eine große Erlösung als ich erkannte, dass ich andere Personen glücklich mache, indem ich zuerst selbst glücklich bin. Früher dachte ich, ich muss andere glücklich machen, um selbst geliebt zu werden. Aber ich kann nicht ausdrücken, wie falsch ich damit lag. Das war ein Glaubenssatz, den ich mein Leben lang mit mir herumschleppte, und er war abgrundtief falsch.

Wenn du anfängst Dinge und Gedanken zu hinterfragen, werden die Leute dich merkwürdig ansehen. Sie werden über dich reden. Sie werden versuchen, dich wieder in ihre Mitte zu holen. Aber in Wahrheit sind sie eifersüchtig auf dich, weil du den Mut aufgebracht hast zu tun, wozu sie zu feige sind. Du bist auf dem richtigen Weg.

Und langsam, ganz langsam, wirst du sehen was von innen kommt und was von außen kommt. Du wirst mehr du selbst werden. Deine Gedanken werden freier denn je sein, und du wirst glücklicher werden.

Zusammenfassung

Es gibt viele Beeinflussungen von außen, und diese Beeinflussung hält uns von unserer vollen Größe ab.

Schon ab unserer frühesten Kindheit werden wir konditioniert ein braves Mitglied der Gesellschaft zu sein, und Dinge nicht zu hinterfragen. Das schränkt unsere Freiheit ein.

Um wirkliche Freiheit zu leben, müssen wir Verantwortung für uns selbst und unsere Gedanken übernehmen. Das passiert, indem wir darüber nachdenken, welche Konditionierungen und Glaubenssätze von außen wir in uns tragen, und was wirklich von uns selbst kommt.

Die Erkenntnisse daraus bringen uns einen erheblichen Schritt näher daran, unsere wahre Größe zu leben.

Und du wirst es wohl schon vermuten. Bis jetzt habe ich erzählt. Doch nun bist du an der Reihe. Ich lade dich ein, darüber nachzudenken, was deine Konditionierungen und Glaubenssätze von außen sind.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erkenntnisse dabei.

Danke fürs Lesen,
Christoph

 

PS.:
Ich würde mich freuen, wenn du deine Erkenntnisse über deine Konditionierungen von außen mit uns teilst in den Kommentaren .

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3 Kommentare zu “Freiheit zu tun, was du wirklich willst
  1. Tine sagt:

    Nicht unbedingt die angenehmste Erkenntnis, dass man selber die Verantwortung für sein Leben trägt. Aber ja, so ist es. Und irgendwie ist es toll zu wissen, dass man selber Veränderungen herbeiführen kann.
    Echt guter Beitrag!
    Vielen Dank!

  2. Stef sagt:

    … wie wahr, die Verantwortung zu nehmen und die Balance zu halten ist ein ständiger Prozess, die Geduld dabei zu behalten ist die große Kunst! Coole Geschichten!! LG Stef

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