Interview mit Elisa Gratias von flohbair.com

Im heutigen Artikel feiern wir eine Premiere. Heute gibt uns Elisa Gratias von der Seite flohbair.com ein Interview.
Sie ist eine Expertin über Glück, Bloggerin und Autorin. Im Interview spricht sie offen und ehrlich über Glück, Traurigkeit und das Leben in anderen Ländern. Sie gibt dabei hilfreiche Ratschläge und tiefe Einsichten.

Elisa Gratias flohbair.com

Kennenlernen

Christoph: Wenn dich jemand nicht kennt. Wie würdest du dich kurz und einfach beschreiben?

Elisa: Eine junge Frau auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens, dem sie nach und nach auf die Spur kommt. Eine Frau, die viel nachdenkt und sich nach Leichtigkeit sehnt, die sie beim Schreiben, Malen, Lesen, Spazieren und bei Wein oder Bier mit Freunden findet.

Glück

Christoph: Glück ist für jeden was anderes. Was ist Glück für dich persönlich?

Elisa: Die kleinen Freuden des Alltags bewusst zu genießen: Wenn ich einen Parkpatz finde, wenn ich abends zwischen meinem Freund und meiner Katze eingequetscht einschlafe, bei meinem morgendlichen Kaffee auf der Terrasse mit Blick auf die mallorquinischen Berge. Der lebendige Wechsel zwischen meinen Gefühlen und Wahrnehmungen. Mal traurig und melancholisch, mal übersprudelnd und heiter, mal ausgeglichen und sachlich. Mit meinen Gefühlen in Kontakt zu sein und meinen Gedanken zu lauschen, anstatt mir das Leben von ihnen diktieren zu lassen.

Glücksstrategien

Christoph: Welche persönlichen Strategien hast du, um dein eigenes Glück zu erlangen?

Elisa: Innehalten.
Ständig werden wir von so vielen Eindrücken und Informationen überschüttet wie von einer Lawine. Dann sitzen wir in einem Haufen fest und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Nehmen das Wichtigste gar nicht mehr wahr. Dass wir atmen, verdauen, geliebte Menschen um uns herum das Gleiche tun. Wir verpassen alles, was uns Freude bereiten könnte und befinden uns in Gedanken bei allem, was es nicht tut.

Meine persönliche Strategie lautet Nichtstun. Einfach regelmäßig nichts machen. Sich an einen ruhigen, angenehmen Ort legen oder setzen und seinen Gedanken bewusst zuhören. Es genießen, wenn sie erschrocken eine Pause machen, weil sie es nicht gewohnt sind, dass wir sie beobachten. Die Ruhe genießen. Das Gedankenchaos im Kopf als kleine Unterhaltungsshow anhören. Die Körperempfindungen spüren. Wie es in den Händen und Füßen kribbelt, wie es sich an den Stellen anfühlt, die die Sitzfläche oder den Boden berühren und so weiter.

Als ich diese Übung, die meine Psychotherapeutin mir während meiner zweijährigen Therapie empfahl, eine Weile machte, kamen lange verdrängte Gefühle hoch. Ständig musste ich weinen und wusste nicht, warum. Nach außen sah es aus, als ginge es mir schlechter als je zuvor, da ich sonst ein immer lächelndes und freundliches Mädchen war. Doch tatsächlich fühlte ich mich besser. Nicht so, wie ich mir einen glücklichen Menschen vorstellte, aber dafür lebendig und echt. Nach und nach verschwand die Leere in mir, die sich schon lange breit gemacht hatte und die ich in vielen von uns vermute.

Nehmt euch die Zeit und fühlt wieder, wie das Leben pulsiert. Dazu gehören die angenehmen und die unangenehmen Gefühle. So ist das Leben. Und es ist gut so. Ich muss jetzt nicht mehr alles mit dem Verstand begreifen und kann annehmen, dass das Leben nun einmal so ist wie es ist. Wie die Herzfrequenz bedeuten Höhen und Tiefen Lebendigkeit, während eine gerade Linie den Tod verkündet.

Es ist, was es ist

Ein Satz, der mich an schwermütigen Tagen, besänftigt ist: Es ist, was es ist.
Er bringt meinen Gedankenstrudel zum Stehen und lässt mich aufatmen, mich daran erinnern, dass ich lebe.
Eckhart Tolle schrieb irgendwo, dass wir von Tieren lernen können zu leben und zu sterben, ohne ein Problem daraus zu machen. Das finde ich sehr erstrebenswert und witzig. Humor ist überhaupt auch ein fantastisches Mittel in allen Lebenslagen, um sich lebendig zu fühlen.

Ach, es gibt so viele Strategien. Finde deine heraus, indem du dich selbst besser kennenlernst.

Ist es einfach glücklich zu sein?

Christoph: In deiner persönlichen Beschreibung schreibst du einerseits, dass glücklich sein einfach ist, und andererseits schreibst du, es erfordert ein starkes Commitment. Das klingt auf den ersten Blick gegensätzlich, könntest du das bitte näher ausführen.

Elisa: Ich liebe Paradoxe.

Das Leben ist voll davon und wenn ich sie spüre, verinnerliche, dann bringt es mich zum Lachen, da mein Verstand dann endlich einsieht, dass er eben nicht alles verstehen kann und nur ein kleiner, wenn auch hilfreicher und unverzichtbarer Bestandteil meines Ichs ist, obwohl er sich selbst gern wichtig tut und glaubt er sei Ich. Sobald wir unseren Gedanken einmal zugehört haben und merken, dass eine Instanz in uns wohnt, die ihnen zuhören kann, erkennen wir, dass wir nicht unser Verstand sind und dann nehmen wir auch nicht alles, was er uns sagt, so wichtig.

Diese Erkenntnis, dass wir nicht der Verstand sind, ist einfach. Du musst es nur einmal probieren. Höre deinen Gedanken zu. Oder spüre den Wind auf deiner Haut. Oder frage dich, wofür du heute dankbar bist. Dies alles ist sehr einfach zu machen.

Die Schwierigkeit besteht nun darin, diese Handlungen zu unseren neuen Gewohnheiten zu machen und das ist sehr schwer. Es ist, als wollten wir als Rechtshänder jetzt nur noch mit links schreiben. Gewohnheiten zu ändern braucht sehr viel Zeit und dementsprechend viel Commitment.

Gedanken beobachten

Du musst quasi ständig deine Gedanken beobachten und auf sie achten, um festzustellen, wann du in alten Glaubenssätzen denkst, wann du dramatisierst, wann du wegen der Gedanken das eigentliche Leben verpasst. Zudem sind wir es gewohnt, uns Druck zu machen. Als ich mit den Übungen des Nichtstuns begann, verzweifelte ich daran, dass ich nicht aufhören konnte zu denken. Dass ich nach zwei Sekunden wieder nicht mehr auf meinen Körper konzentriert war oder nicht mehr bewusst meinen Gedanken lauschte.

Das ist eine gefährliche Falle. Ich lernte also zunächst zu akzeptieren, dass das normal und ok ist. Mich über die zwei Sekunden zu freuen.

Zumal es irgendwann auch nicht mehr nötig ist, immer unseren Gedanken zuzuhören. Wenn wir das Prinzip erst einmal verinnerlicht haben, spüren wir alte Gedankengewohnheiten sofort auf und nehmen ihnen somit die Macht. Zum Beispiel habe ich mich selbst früher in Gedanken ständig als Idiot bezeichnet. Vielleicht kennst du das. Du stößt dir den kleinen Zeh am Tischbein „Ich Idiot.“, du fährst eine Beule ins Auto „Ich Idiot.“, du vergisst den Schlüssel in der Wohnung … Wenn der Satz jetzt in mir auftaucht, muss ich lächeln. Ich bin ständig in Kontakt mit mir und viel netter als früher. Dadurch fühle ich mich kaum noch allein (natürlich brauche ich dennoch andere Menschen, aber durch den Kontakt zu mir, weiß ich genau wann und wann nicht).

Jetzt schweife ich ab. Ich hoffe, es ist halbwegs verständlich, was ich meine. Ich versuche hier gerade vier Jahre der Selbsterkenntnisse zusammenzufassen, haha.

3 Tipps für mehr Glück

Christoph: Welche 3 Tipps hast du für jemanden, um glücklicher zu werden?

Elisa:
1. Nur mal einen Monat lang jeden Abend kurz drei Dinge notieren, für die du an dem Tag dankbar warst. Das hat bei mir Wunder gewirkt. Jetzt nehme ich sie im Alltag sofort wahr, ganz natürlich.

2. Regelmäßig nichts tun, aufhören vor dir selbst wegzurennen. (Oder dir wenigstens eingestehen, dass du dir selbst keine Zeit nimmst, weil es bequemer ist, vor sich selbst und den unangenehmen Gefühlen, die hochkommen könnten, wenn wir anhalten, wegzurennen).

3. Eigenverantwortung. Sei dir bewusst, dass nur du für dein Glück oder Unglück verantwortlich bist. Du hast natürlich nicht die Verantwortung für alles, was dir widerfährt, aber dafür, wie du damit und mit dir selbst umgehst. Kümmere dich um dich und sei für dich da. Niemand anderes als du selbst kann dich glücklich machen und wirklich für dich da sein. (Was wir anderen Menschen vorwerfen ist oft ein Zeichen für das, was wir uns selbst vorenthalten. Nur als kleiner Tipp.)

Glück in der Ferne

Christoph: John Parkin hat in einem seiner Fuck It Bücher einmal so schön geschrieben, man kann gerne woanders hinziehen, aber man nimmt eines immer mit, sich selbst. Du bist ja selbst eine Weltenbummlerin und lebst in Spanien, was kannst du uns erzählen, von der Magie und der Anziehungskraft eines fremden Landes? Wie hat sich dein Wohnort auf dein persönliches Glück ausgewirkt.

Elisa: Die beiden Auswanderungen zuerst nach Frankreich mit 22 und dann 9 Jahre später nach Mallorca haben mich sehr viel gelehrt.
Ich träumte vom Auswandern, weil ich damals noch dachte, dass äußere Umstände den größten Einfluss auf unser Glücksempfinden haben. Veränderungen sind tatsächlich sehr belebend. Eine Auswanderung dementsprechend auch. Aber nur kurzfristig. Irgendwann macht sich überall Alltag breit und irgendwann trifft man, wie John Parkin schreibt, wieder nur auf sich selbst. Wenn man also nicht vorher schon glücklich ist, wird ein anderes Land einen nicht langfristig glücklicher machen.

Aber es kann helfen. Denn ein komplett neues Umfeld, eine neue Sprache, die Tatsache, sich nicht ausdrücken zu können wie in der Muttersprache, anfängliche Einsamkeit machen es leichter, sich neue Gewohnheiten anzueignen. Dies erfordert aber viel Bewusstheit und Achtsamkeit. In Frankreich hatte ich beides noch nicht und wiederholte mit den Jahren und wachsenden sozialen Kontakten die gleichen Muster, vor denen ich in Deutschland geflohen war.

Beispiel: Ich habe mich in meiner Familie immer nur auf die anderen konzentriert und wollte eine brave Tochter sein, um Harmonie zwischen uns allen strömen zu lassen. Darüber vergaß ich mich selbst. Ich habe den Verdacht, dass viele Menschen, diesen Fehler begehen. Dann kam ich nach Frankreich und blühte innerlich richtig auf, weil mich keiner kannte und ich keinen kannte. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte. Natürlich wollte ich auch hier Harmonie, also begann ich mich wieder auf meine neuen Freunde und später auf meinen neuen Partner zu konzentrieren und vergaß mich selbst, was ich ihm dann auch noch vorwarf. „Du siehst mich überhaupt nicht. Denkst nur an dich.“, knallte ich dem armen Kerl an den Kopf. In Wahrheit war ich selbst diejenige, die nur an ihn dachte und mich selbst übersah.
Das rächte sich mit viel Frust und einer Art Depression, die ich nicht verstand, da ich ja meinen Traum erfüllt hatte, in Südfrankreich und später Paris lebte, Freunde und meinen Partner um mich hatte.

Doch das verstand ich alles erst Jahre später, als wir schon lange nicht mehr zusammen waren und ich die Therapie machte. Der Grund für die Therapie war meine erste Fehlgeburt. Sie rüttelte mich heftig wach. Dank ihr änderte sich mein ganzes Leben endlich so, wie ich es mir wünschte.

Lustigerweise verspürte ich wieder den Drang auszuwandern. Von Frankreich nach Mallorca, wo ich mich nach einem Monat Auszeit zuhause fühlte. Mein Bauchgefühl zeigte mir deutlich, dass ich hierbleiben musste. Alles andere fühlte sich falsch an. In Paris fühlte ich mich plötzlich völlig fehl am Platz. Also packte ich Hals über Kopf meine Sachen, trennte mich von dem Fastvater des verlorenen und auch nicht geplanten Embryos und „floh“ auf die Insel. Unter der Bedingungen, dass meine Therapeutin mich über Skype weiter begleitete.

Hier hatte ich einen neuen Freund und später Partner kennengelernt, der meine einzige Bezugsperson war. Ansonsten kannte ich niemanden. Und so sah ich die meiste Zeit niemanden. War zwei Jahre lang 70 Prozent meiner Zeit, wenn nicht noch mehr, alleine mit mir (und nach vier Monaten meiner Katze, von der ich ebenfalls viel lernte). Ich fand heraus, dass Schreiben mir gut tut. Ich probierte das Malen aus, um meiner Therapeutin zu beweisen, dass ich nicht malen konnte (Glaubenssatz), während sie behauptete, meine Weltsicht sei typisch für Künstler.

Sie hatte recht. Ich überraschte mich selbst. Jetzt male ich seit zwei Jahren und es ist meine Art der Meditation, denn wenn ich male, denke ich an nichts. Ich konzentriere mich auf die Linien und Punkte, die meine Hand mit Graphit, Kohle oder Pinsel ausführt und merke nicht, wie die Zeit vergeht. Herrlich. Wenn mir das Ergebnis gefällt, ist die Freude umso größer. Manchmal gefällt es mir nicht, dann übermale ich es eben wieder und freue mich, über die angenehm verbrachte Zeit.

Schreiben ordnet meine Gedanken. Das kennt wohl jeder. Sonst hätten Tagebücher ja nicht solchen Erfolg. Ich scheine eher exhibitionistisch veranlagt zu sein, denn nur für mich, motiviere ich mich kaum zum Schreiben, während Beiträge, die veröffentlicht werden, ob auf meinem Blog oder woanders, mich regelrecht beflügeln.

Sprich, das Auswandern und das Leben in einem anderen Land sind nur ein Teil. Sie werden dich nie glücklich machen, wenn die innere Verbindung nicht da ist. Dann kommst du tatsächlich schnell zur gleichen Frustration, die du da hast, wo du jetzt lebst. Während eine Auswanderung für die meisten Menschen wahrscheinlich gar nicht nötig ist. Sie träumen nur davon, weil sie nur eine Momentaufnahme des Lebens dort sehen und nicht den Alltag und ihre Gefühle, die sie einholen.

Umziehen?

Christoph: Planst du wieder umzuziehen?

Elisa: Außer dem Austauschjahr in Lyon, war keiner meiner Umzüge geplant. Damals hatte ich Fernweh nach anderen Welten.
In Paris hatte ich Fernweh nach Meer. Aber ich dachte, ein Monat würde reichen. Dass ich mich hier so zuhause fühlen würde, ab der ersten Sekunde, hätte ich nie vermutet.

Jetzt genieße ich es so sehr, hier zu leben. In den zwei Jahren der Einsamkeit hatte ich schon manchmal Zweifel. Überlegte, nach Deutschland zurückzugehen, wenn es mir schlecht ging, wie bei der zweiten Fehlgeburt letztes Jahr und der Krise mit meinem Partner. Aber mein Bauchgefühl hat mir wieder treu zur Seite gestanden und eindeutig gezeigt, dass hier mein Zuhause ist. Und in diesem Jahr entwickelte ich auch richtige Freundschaften, mein Freund und ich gingen stärker aus der Krise hervor und ich empfinde einfach nur Dankbarkeit und Seligkeit, hier zu wohnen.
Also lautet die Antwort nein. Ich plane nicht wieder umzuziehen. Was die Zukunft bringt, weiß aber natürlich sowieso keiner. Ich genieße das Jetzt.

Wie man Traurigkeit verwendet um glücklicher zu werden

Christoph: Du bist in den Beiträgen oft sehr persönlich, und gibst sehr viel von dir preis. Du schreibst auch oft über Traurigkeit. Wie kann man Traurigkeit verwenden, um selbst glücklicher zu werden.

Elisa: Traurigkeit ist einer der wichtigsten Bestandteile für ein glückliches Leben, wenn wir sie ausleben und nicht gegen sie kämpfen. Sie besänftigt, sie leitet uns sanft in die Tiefe unseres Wesens, sie lässt uns weinen und sorgt so für angenehme Leichtigkeit und inneren Frieden. Seitdem ich lernte, traurig zu sein, sogar vor anderen, und auch nicht den Grund für die Traurigkeit kennen zu müssen, fühle ich mich lebendig.

Das habe ich dank der beiden Fehlgeburten gelernt. Die Traurigkeit hat die unerträgliche Leere in mir mit Fülle ersetzt.
Schlechte Laune, Wut und Schwermütigkeit gehören übrigens auch dazu. Harmonie wird völlig überbewertet, haha.
Und vor allem lässt sich wirkliche Harmonie nicht erzwingen. Sie kann sich natürlich entfalten, wenn das Gewitter der anderen Emotionen auch ausgelebt wird, wenn möglich allein und nicht unfair unseren Liebsten um die Ohren gedroschen. Wobei unfaire Reaktionen anderen gegenüber auch meistens deshalb so enden, weil wir sie zunächst versucht haben, zu unterdrücken. Das klappt auf Dauer nicht oder endet im Magengeschwür. Also kann ich nur immer wieder betonen: Erkenne deine Gefühle und empfinde sie bewusst. Lebe sie aus.

Was ist die wichtigste Eigenschaft von allen?

Elisa: Humor.

Was ist deine Lieblingseissorte?

Elisa: Vanille. (Am liebsten zu heißem Schokoladenkuchen)

Buchtipp

Christoph: Wenn du einen Buchtipp abgeben müsstest, welches Buch würdest du empfehlen und warum?

Elisa: „Liebe, Freiheit und Alleinsein“ von Osho. Allein der Titel verrät die drei Geheimnisse für ein erfülltes Leben. Aber trotzdem musst du das Buch lesen, denn sonst verstehst du den Titel eventuell falsch. Ich liebe Osho. Alles, was ich von ihm gelesen habe, aber dieses Buch ist mein Liebstes.

Lieblingsgeschichte

Christoph: Welches ist deine Lieblingsgeschichte von Osho.

Elisa: Die mit den zwei Bettlern, dem Blinden und dem Beinlosen, die auch auf meinem Blog steht.

Elisa Gratias 2 Bettler

Platz für freie Gedanken:

Elisa: Das verstehe ich leider nicht. Ich bin ja so schon sehr ausschweifend. Da lasse ich die freien Gedanken mal beiseite. 😉

Zukunft

Christoph: Du schreibst sehr gerne, was werden wir in Zukunft von hören oder lesen? Was sind deine Projekte für die Zukunft?

Elisa: Ich schreibe gerade mein erstes Buch. Einen Krimi mit spirituellen Weisheiten für Menschen, die bei dem Wort „Spiritualität“ die Augen verleiern [Anmerkung: verdrehen], aber trotzdem irgendwie nicht zufrieden sind und denken, dass es da noch mehr gibt. Die Hauptfigur, ein Ex-Polizist aus Hamburg, der wegen seines aggressiven Verhaltens und seiner Alkoholfahne gefeuert wurde, kann seit einem Jahr nicht schlafen, weil er immer denselben Albtraum hat. Der führt ihn schließlich auf die Spur einer ermordeten Frau auf Mallorca, wo er versucht, den Mörder zu finden, damit seine Albträume endlich aufhören.

Die Rohfassung von 160 Seiten habe ich im November in einem Monat geschrieben, um endlich in die Pötte zu kommen, denn ich liebäugele ja seit über einem Jahr damit, ein Buch zu schreiben. Nun geht es an die Überarbeitung, für die ich mir ein paar Monate Zeit nehme und Hilfe von professionellen Lektoren suche. Ich genieße die Arbeit an dem Projekt, während ich gleichzeitig gespannt auf das Ergebnis bin, und ob ich einen Verlag dafür finde.

Denn mein neuer Traum, nach den Auswanderungen und der Selbstständigkeit (als Übersetzerin wohlbemerkt, nicht als Bloggerin, das mache ich nebenbei), ist es, mit dem Schreiben und Malen Geld zu verdienen und diese Tätigkeiten somit noch mehr in meinen Alltag zu integrieren und sie zu entfalten.
Es bleibt spannend und entspannt zugleich, denn Druck mache ich mir auch nicht und möchte ich auch in Zukunft nicht. Dafür sind mehrere Standbeine ideal. Sie gleichen sich aus.

Vermächtnis

Christoph: Was möchtest du dieser Welt hinterlassen?
Was sollen einmal deine letzten Worte sein?

Elisa: Ich möchte in so vielen Menschen wie möglich einen liebevolleren Umgang mit sich selbst und den anderen hinterlassen.
Meine letzten Worte? Keine Ahnung. Am liebsten ein Witz, der andere zum Lachen bringt, während ich mich aus dem Staub mache.

Danke

Christoph: Liebe Elisa, vielen Dank für deine Antworten!

Elisa: Ich danke dir für die Fragen. Sie haben mein Gemüt wieder schön aufgeklärt, nachdem ich nun seit über einer Woche nach dem Schreibmarathon mit dem Buch nichts mehr geschrieben hatte.
Wir alle brauchen eben hin und wieder einen Anstoß von außen. Da können wir noch so viele Weisheiten gelesen und Erkenntnisse gehabt haben. Wir lernen nie aus und wir brauchen Hilfe von anderen.
In diesem Sinne wünsche ich dir, deinen Lesern und mir, Bewusstheit und Achtsamkeit im Alltag (ohne zu übertreiben) 😉

Mehr

Mehr von Elisa findest du unter: flohbair.com

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