Interview mit Wolfgang Kaschel

Jeder Mensch strebt nach Glück, Freude, Erfolg und Gelassenheit. Ein Mensch, der dich auf diesem Weg stark unterstützen kann, ist Wolfgang Kaschel. Er ist Meditations-, Achtsamkeitslehrer und vieles mehr. Wolfgang erzählt uns heute über Meditation, Glück und seine eigene Transformation.

Wolfgang trägt den Namen Ananda (das war der beste Freund Buddhas), er ist mein Meditationslehrer und Freund.

In ganz Österreich und im Ausland leitet Wolfgang Kaschel Meditationslehrerausbildungen. Details zu seinen Projekten und Terminen findest du auf seiner Homepage: Kokon – Raum zu erblühen.

Flamm Kaschel Titel

Inhaltsverzeichnis

Lerne Wolfgang Kaschel kennen
Vom Job in der Wirtschaft zum Meditationslehrer
Über Meditation
Tiefe Einsichten
Neue Wege
Genug der Worte

Lerne Wolfgang Kaschel kennen

Christoph: Lieber Wolfgang, bist ja nicht nur Meditationslehrer, sondern du bildest ja selbst Meditationslehrer aus.

Christoph: Was möchtest du gerne in die Welt bringen?
Wolfgang:
Friede,
würdevolle Brüderlichkeit und
Menschlichkeit.

Ich versuche das über die Klärung meines Innenlebens,
des Vorlebens von Güte und Wertschätzung und
der konsequenten Betrachtung der Wahrheit, dass ich in Jedem und Allem einen Teil von meinen eigenen Möglichkeiten erkennen kann.

Das versuche ich in meinem Privatleben und als Dienstleister im beruflichen Kontext gleichermaßen umzusetzen.

Christoph: Welcher Lebensphilosophie folgst du?
Wolfgang: Ich folge meiner inneren Führung mit tatkräftigen mutigen Schritten, um stets wohltuend und erhellend zu wirken. Das besteht einerseits aus einem passiven ungeteilten Lauschen als ständiger Schüler, und andererseits aus einem aktiven präsenten Sprechen und Handeln als Lehrer. Beide Seiten des Menschseins finden dabei ihren ausgemittelten Platz.

Warum? Weil die Natur und das Leben immer nach Harmonie und Ausgleich strebt, und wenn wir das selber schon leben, muss uns ein Mittel, um uns dahin zurückzuführen, nicht „zugefügt“ werden. Ich spreche von mitunter leidhaften Lektionen wie Krankheit oder schweren Enttäuschungen. Was nicht heißt, dass ich nicht auch in der Welt der Gegensätze eine ganze Bandbreite an Erfahrungen erlebe. Aber ich kann doch behaupten, dass sie sich im erträglichen Rahmen bewegen und den Planeten Wolfgang nicht aus dem Universum werfen werden.

Flamm Kaschel 2

Vom Job in der Wirtschaft zum Meditationslehrer

Christoph: Welche Erlebnisse haben dich veranlasst, nicht in der Wirtschaft zu bleiben, und einen anderen Weg einzuschlagen:
Wolfgang: Mehre Dinge.
Zum einen war ich schon mein Leben lang in der Lage, nicht nur über normale Verhältnisse hinaus sehr weit zurückschauen zu können, sagen wir mal in andere Sphären, sondern auch in noch nicht präsente oder manifestierte Möglichkeiten oder Geschehendes. Ich sah mich sehr oft in meinem Leben in der Gegenwart, oft schon woanders sein oder leben. So hatte ich auch vor 10 Jahren eines Nachts das absolut stimmige Wissen das ich mit meinem Tun in meiner Firma „abgeschlossen“ hatte. Eine vollkommen klare Stimme in mir sagte, ich solle nun meine spirituellen Seiten entdecken und leben.

Des Weiteren war ich schon lange unzufrieden mit den Ego- und Maskenspielen, die ich seit meiner Kindheit so deutlich in Privatem als auch Firmenkontext sehen konnte und mich immer wieder wunderte wie doch für mich „gestandene Männer, Frauen“ in Führungspositionen oder auch in Beziehungen so kindisch, selbstzentriert und verstandesgetrieben durchs Leben manövrieren können ohne zu bemerken was sie da oft für einen Schaden anrichten ohne zu versuchen ihn durch lernen und Reflektion nicht zu wiederholen.

Die Erkenntnis war zu guter Letzt, dass ich verstand, dass es deren Erfahrungsraum ist, in dem sie bleiben oder sich weiterentwickeln wollen oder eben nicht. Dass es aber für mich Zeit, ist mir einen Rahmen zu verschaffen, in dem ich Menschen zeigen kann, was da eine „Rolle“ spielt in ihrem Leben und was sie dahinter wirklich sind, damit sie ein anderes Sein und Wirken für die sich und die ganze Menschheit herausfinden und leben können. Aber nur für diejenigen die dieses „Dahinter“ auch suchen. Und die finden sich seitdem auch in meinem Umfeld und meinem zahlreichen Kursangeboten.

Über Meditation

Christoph: Was verändert Meditation in einem Menschen? Wieso würdest du jemandem empfehlen zu meditieren?
Wolfgang: Meditation lässt dir einen Blick finden, der dich deine Psyche, deine Handlungen, deine Gewohnheiten, deine Wünsche und Gefühle und die Situationen und Gegebenheiten der Anderen erkennen lässt, und dir die Verbundenheit mit Allem was ist nahebringt. Es entsteht dadurch ein wirklicher Handlungsspielraum, ein Zustand der Glück und Leid noch übertrifft und völliges Verständnis für Jeden auf seinem individuellen Weg inklusive deiner Selbst. Mit allen Auswirkungen daraus. Was gibt es Wertvolleres?

Flamm Kaschel Belinda

Christoph: Welche einfachen Meditationen zum selber machen würdest du den Lesern empfehlen?
Wolfgang: Eine einfache Technik:

  • Setz dich nieder an einem Ort, an dem du nicht gestört wirst,
  • nimm dir alle Zeit der Welt,
  • höre dir selbst umfassend zu und
  • fühle dich selbst, und schaue dich selbst an, als Betrachter ohne Bewertung

Das Alles verändert schon so viel.

Christoph: Wie würdest du Meditation jemandem erklären der noch nie davon gehört hat:
Wolfgang: Gar nicht, weil wenn er noch nie davon gehört hat, fragt er mich nicht danach und ungefragt erkläre ich nichts. Warum? Weil dann kein Boden da ist, der etwas aufnehmen könnte. Ich dränge dann etwas in einen Ort, in dem kein Raum ist für Empfängnis.

Christoph: Wird man durch Meditation glücklich?
Wolfgang: Ich denke, dass sich das Streben nach Glück durch das Ankommen „im Sein“ verliert. Durch die Meditation fühlst du dich nicht mehr unvollständig.

Christoph: Ist Meditation nicht fad? Nur dasitzen und nichts machen?
Wolfgang: Der echte meditative Gewahrseinszustand ist die Freude am puren Sein. Aber der Weg dorthin ist für meine Begriffe voll von verschiedenartigen Techniken und spirituellen Übungen. Auch sehr aktiven, die wir unter anderem auch Yoga und Meditationsmethoden nennen. Jede davon kann man sowohl eine vorbereitende Übung zum Gewahrsein der Meditation, als auch schon das Ziel selbst nennen. Weil in einem einzigen Moment der transzendenten Erfahrung der Ungetrenntheit und des Einsseins das Empfinden von Weg, Zeit, Technik und Tun verschwindet, und dann dein Körper zwar weitertut aber die Perspektive alles in einem einzigen Moment verändert. Alles wird dann ersichtlich als dualistisches Auftreten im einheitlichen Sein. Der Meditierende ist, ohne sich noch als Meditierender zu fühlen. Dann ist nur noch Sein oder Samadhi.

Christoph: Welche Meditation praktizierst du am liebsten?
Wolfgang: Zweiteilige Antwort:
Eine! Das was ich tue als Meditation ausüben.
Jede! Das was ich gerade erleben mag, als Ausgangspunkt zum Wählen einer Technik zu verwenden, und damit jedes Mal eine Andere. Zum Beispiel für das Erleben von Weite den buddhistischen Himmelsatem, oder für Freude das Chanten des Maha-Mantras.

Tiefe Einsichten

Christoph: Welches ist die tiefste Einsicht, die du meditierend erhalten hast?
Wolfgang: Ich bin nicht der Körper, sondern einen Erscheinungskörper als Fahrzeug zum Entdecken und Durchqueren verschiedener Bewusstseinsebenen. Diesen verwende ich, und irgendwann lege ich ihn einmal ab.

Christoph: Welchen Ratschlag möchtest du den Lesern mit auf den Weg geben?
Wolfgang: Meditation und Achtsamkeit sind der Beginn einer spannenden lohnenswerten Reise zu Bewusstheit und Verständnis. Diese Reise ist nicht an Wert zu toppen, sie wird dich zum Stauen bringen, was du alles vorher verpasst hast.

Meditation wird dir endlich den Frieden und die Gelassenheit bringen, die du dir ersehnt hast.
Flamm Kaschel Frieden Gelassenheit

Neue Wege

Christoph: Was sind deine nächsten Projekte?
Wolfgang: Ich arbeite an einer mehrjährigen Ausbildung in Achtsamkeitsschulung und Meditation, die eine profunde Möglichkeit anbietet, das Erwachen, das häufig sehr rasch in meinen und anderem Kursen stattfindet, immer wieder weiter am Laufen zu halten, damit es letztlich, falls noch nicht gleich geschehen, zur steten Erfahrung wird. In einer Gruppe mit einem Lehrer, der sich ebenfalls darin üben möchte, ist das wesentlich leichter durchzuführen als Alleine zu Hause.

Ich arbeite weiters zusammen mit meiner Partnerin Belinda an Workshops für Hochsensible und feinfühlige spürige Menschen zum Thema Selbstachtung und Selbstentfaltung unter besonderen Bedingungen. Eine sehr spannende Angelegenheit, die wir aus eigener Erfahrung kennen.

Zu guter Letzt überlegen wir uns gerade das Format unserer Einzelsitzungen zum Thema Zugang zum Höheren Selbst, seiner Führung und Transformation. Durch das Ablegen hinderlicher Gewohnheiten und psychischer Abwehrmechanismen zur Erlangung deines größten Potentials. Dazu verwenden wir Techniken der sanften Körperberührung in Verbindung mit Meditation und hypnotischen Werkzeugen.

Flamm Kaschel Belinda 2

Christoph: Hast du einen Buchtipp?
Wolfgang: Sieh dir deine Innenwelt an, ein spannenderes Buch das lebendiger und von dir selbst aktualisierbar ist, gibt es nicht!

Christoph: Was ist deine Lieblingseissorte?
Wolfgang: Nougat

Genug der Worte

Christoph: Raum für freie Gedanken:
Wolfgang: Genug der Worte. Steh auf und nimm dein Leben selbst in die Hand.

Christoph: Was sollen deine letzten Worte sein:
Wolfgang: Jo, alles getan, mehr gab es nicht, nichts verpasst!
Christoph hält sich vor Lachen den Bauch

Wolfgang: Danke für die Möglichkeit mich mitteilen zu dürfen.
Menschen denen gefallen hat, was sie gelesen haben und sich inspiriert fühlen, lade ich herzlich zu einem Kurs ein und freue mich schon drauf.

Flamm Kaschel Genug der Worte

Mehr von Wolfgang und seinen Kursen findest du hier. Schau doch mal bei ihm vorbei. Er ist ein super Lehrer!

 

Danke, dass ich und Wolfgang ein Stück deines Weges mit dir gehen durften,
Christoph

 

PS.:
Was sagst du zu den Weisheiten, die Wolfgang mit uns geteilt hat? Ich würde mich freuen, deine Meinung in den Kommentaren zu lesen.

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